Cinque Terre & Santa Margherita Ligurien #part2 #foodupdate #tips

Ja, ich war in diesem Jahr bereits in Italien und ja, es hat mich so fasziniert, dass ich einfach nochmals hin wollte. Noch tiefer eintauchen, in die Schönheit Liguriens. Ich wollte unbedingt noch Manarola sehen, das hatte ich mir für einen zweiten Besuch aufgespart. Ich wollte durch alle 5 Dörfer wandern und ganz viele Restaurants testen, in Santa Margherita und auch in der Cinque Terre. Das war ein gut gefasster Plan, der leider nicht  ganz aufging, aber es war dennoch wunderschön und neu, denn es ist ein riesen Unterschied, ob man im Hochsommer hier her kommt, oder Mitte September. Aber nun beginne ich für Euch wie immer mit den roten Überschriften, damit ihr springen könnt, falls ihr etwas auslassen möchtet 😉 Viel Spaß in Italien meine Lieben, träumt Euch einfach hinein 🙂

 

 

Anreise:

Nach meiner Erfahrung vom letzten mal,  gezwungenerweise stundenlang am Mailänder Bahnhofsvorplatz etliche Euros in diverse Süßspeisen und Getränke zu investieren, hatte ich mir ganz clever überlegt, einfach die Bahn auszulassen und einen Wagen zu mieten. Ich kann diese Idee nicht wirklich empfehlen. Abgesehen davon, dass uns der Rental Car Mensch so sehr genötigt hat eine Zusatzversicherung abzuschließen, die ich bereits in Deutschland über das Portal abgeschlossen und auch bezahlt hatte, hatte unser Vehikel gefühlt, sanfte 10 Ps 🙂 Nein, wir hatten es nicht eilig, aber Zweck dieser Aktion war ja, dass wir schneller und günstiger ankommen im Vergleich zur Bahnfahrt. Ich kann Euch versichern, man ist weder schneller noch günstiger am Ziel. Auch wenn einen der Autovermieter nicht auf den Arm nimmt.  Laut Google Maps sollte die Fahrt eigentlich nur erträgliche 2,5h dauern. Weit gefehlt. Es waren mindestens 3,5h und das nicht nur, weil wir an etlichen Maut Stellen Gebühren bezahlen mussten. Dies summierte sich mit Sicherheit auch auf rund 20 Euro je Strecke. Mindestens. Der Verkehr war auch nicht ohne, man musste des öfteren länger warten und kam gemächlich voran. Darum auch kein Problem, dass wir ein solch ’schnelles‘ Gefährt hatten 😉 Ich hoffe ja nach wie vor, dass eine der Fluglinien das Potential dieser Küstenlinie erkennt und einfach mal direkt nach Genua fliegt. Dorthin muss man nämlich meist umsteigen und es kostet einfach fast 3 mal so viel, als wenn man ins weiter entfernte Mailand fliegt. Also liebe Eurowings und Co- macht mal was 🙂

Ansonsten würde ich einfach dabei bleiben, den Zugfahrplan vorab zu checken und den Flieger so zu buchen, dass man in Mailand nicht unbedingt zwei Stunden auf die nächste Verbindung warten muss. Das wäre in jedem Fall hilfreich. Bei einem Kurztrip ist es ziemlich wichtig, da sonst die Anreise den ganzen ersten Tag verschlingt 🙂

 

Unterkunft in Santa Margherita 

Ich wollte natürlich nochmals im malerischen Santa Margherita unterkommen, es ist so hübsch übersichtlich, dass man tatsächlich immer zu Fuß gehen kann. Also auch hier ist kein Auto von Nöten, außer man plant, weiter zu fahren. Meines Erachtens nach,  kann man von hier aus die Cinque Terre wunderbar mit dem Zug erreichen, für etwa 15 Euro, und das non stop in 39 Minuten. Unser Apartment lag auf einem der Hügel in Santa mit einer wunderschönen Aussicht auf die Stadt und das Meer. Ich habe es bei Air Bnb entdeckt und war sehr zufrieden mit meiner Wahl. Aber seht selbst hier. Pieroangelo war ein super Host, wir haben uns sehr wohl gefühlt. Allerdings warne ich vor seiner Taxi Empfehlung! Eines Abends hatte es leider üppig geregnet und wir entschieden uns die etwa 20 Minuten Fußweg lieber trockenen Leibes zurückzulegen. Der Fahrer war sofort zur Stelle und brauste die abenteuerliche Auffahrt zu unserem Bergsitz in atemberaubenden Tempo hoch. Ich glaube, er war Rennfahrer in seinem letzten Leben. Nein, ich bin davon überzeugt. Zuerst hatte ich noch Zweifel, aber bei Bekanntgabe des Preises für die etwa 2km lange Strecke von 30,00€ wusste ich, dass er auch noch an das Gehalt seines letzten Lebens dachte 😉 Das war also die nächste mafiös anmutende Situation nach dem penetranten Rental Car Typ. Lach. Sehr amüsant nochmals daran zu denken. Gottseidank hatten wir an dem Abend Bestlaune und ließen uns von dieser Unverschämtheit nicht die Stimmung vermiesen. Dafür konnten wir aus unserem Zimmer noch etwas den Ausblick genießen 🙂

 

 

 

Food update  Santa Margherita

Generell muss ich sagen, die Italiener haben keine große Frühstückskultur. Ich liebe Frühstück und genieße es, nett irgendwo einzukehren, wunderbare Dinge zu probieren, sei es ein Omelette, ein Müsli oder ähnliches und entspannt den Tag zu beginnen. Mit frischgepresstem Saft und so. Aber nein, das findet man hier einfach nicht. Daher meine Empfehlung- holt Euch etwas fürs Apartment im hiesigen Supermarkt und bereitet Euch selbst alles zu. Drei mal den Versuch gewagt auswärts zu frühstücken und drei mal enttäuscht worden. Dafür punktet Santa aber beim Abendessen. Mein Gott. Ich habe selten so fantastisch zu Abend gegessen. Wir waren bei Angelo48 . Derzeit haben Sie tatsächlich nur diese Facebook Seite und keinen Internetauftritt, der Name ist ja nun auch keine Offenbarung, aber ganz ehrlich- das Essen ist einfach nur der Wahnsinn. Ich kann die Pesto Lasagne (Spezialität aus der Region)  genauso empfehlen, wie die Tagliata mit Parmesan und Rucola. Nicht zu vergessen, das Salz Karamell Dessert und die unschlagbare Tiramisu. Ich bin gar nicht so ne Tiramisu Melli. Ich bin eher auf dem pure Chocolate Way unterwegs. Aber seit dieser Tiramisu, träume ich sogar manchmal noch davon. Dieses Lokal, dass wir sogar zwei mal besucht haben, ist einfach ein MUST GO! Absolute Empfehlung von meiner Seite!

 

 

Ein Spaziergang nach Portofino inklusive #portofinokisses

ja, ich hatte schon über Portofino und seine Schönheit berichtet, ich weiß 🙂 Aber beim zweiten mal, schnappt man ja doch nochmal das ein oder andere auf, dass man beim letzten Mal übersehen hat. So sind wir gemütlich von Santa Margherita nach Portofino spaziert und haben uns von der wirklich malerischen Kulisse begeistern lassen. Nicht weit vorm Ziel, nämlich in Höhe Paraggi  führt ein Weg rechts an der Straße hoch auf einen schmalen Pfad der gesäumt ist von schattigen Kastanien und Eichenwäldern. Bitte nehmt diesen Pfad. Es ist hundert mal schöner, als an der vielbefahrenen Straße zu gehen, auf dem der Bordstein recht schmal gestaltet ist. Hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht von Paraggi und wandert sehr entspannt, quasi parallel zur Küstenstraße. Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die imposanten Villen der Familie Berlusconi oder der Familie Mumm, die Inhaber der bekannten Sektkellerei sind. Besonders charmant fand ich einen Aussichtspunkt der #portofinokisses heißt. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, Teil dieser Knutschbewegung zu sein 🙂 Nach etwa 30 -40 Minuten erreicht man dann Portofino und kann sich mit einem Snack stärken. Wir haben direkt am Hafen gesessen, und die wunderschöne Bucht bestaunt. Sicherlich nicht ganz günstig dort seinen Durst zu stillen, aber als Belohnung für den Walk, völlig in Ordnung 🙂 Alles weitere zu Portofino, habe ich für Euch in meinem ersten Blogpost festgehalten, diesen findet ihr hier 🙂

 

 

Food Update Cinque Terre

Wir haben einen Abend in der schönen Cinque Terre verbracht und auch dort Speis und Trank genossen. Allerdings muss man hier sagen, dass wir uns eher durchgesnackt haben. Erst hier eingekehrt und ein Weinchen mit Olivenschnittchen genossen, dann dort eingekehrt und nochmal ein Weinchen, dieses Mal mit Käse und Schinken Platte als Begleitung. Aber selbstverständlich waren wir nicht irgendwo. Ich hatte brav recherchiert und die Rosinen raus gepickt. Wir wurden nicht enttäuscht. Ganz oben auf meiner Liste stand das Nessun Dorma in Manarola. Die sensationelle Aussicht und der nette Service der beschrieben wurde, war ausschlaggebend für meine Neugier. Leider waren außer uns noch gefühlt 75000 andere Besucher auf die Idee gekommen, diesen Touri Hotspot zu besuchen und wir hatten keine Muße, uns in eine etwa 2-3 stündig lang andauernde Schlange einzureihen. Es hatte zwar tatsächlich eine wunderbare Lage, aber durch den Andrang, verlor es etwas an Charme. Daher kann ich hier nur sagen, entweder auf Warten einstellen, oder großräumig umwandern 🙂

 

Mit leichten hängenden Öhrchen haben wir uns also aufgemacht um in den nächsten Ort, nämlich Corniglia zu wandern. Es gab ja noch weitere Tips auf meiner Futterliste. Glücklicherweise war die zweite Anlaufstelle in Corniglia nicht nur dramatisch schön inszeniert durch den fantastischen Sonnenuntergang, nein, es gab auch noch ein ganz grandioses Plätzchen für uns, und ich strahlte zufrieden von Ohr zu Ohr. Auch hier gab es sensationelle Antipasti, herrlichen Wein und einen einfach großartigen Ausblick. Hier, in der Bar Terza, müsst ihr in jedem Fall mal vorbei schauen.

 

Den letzten Stop vor unserer Rückreise nach Santa Margherita haben wir in Riomaggiore gemacht, hier haben wir dann bei letztem, wunderschön orangen Licht, die Sonne ins Meer abtauchen sehen und uns mit einer herrlichen, weiteren Anti Paste Platte via Self Service verwöhnt. Die Eiswürfel für einen Gin Tonic waren aus, Rotwein war aber noch da, lach.  Die Bar ist zwar direkt über den Gleisen, des Riomaggiore Bahnhofs, dies schadet dem Ambiente allerdings nicht. In jedem Fall ein sehr netter Platz zum einkehren, das A pie de ma 🙂

 

Wandern in der Cinque Terre – ein gut geplantes Unterfangen ist von Nöten 

Ja, das hatte ich mir alles ganz toll überlegt. Schließlich war ich doch im Hochsommer mit meiner Freundin Sarah wunderbar von Ort zu Ort gewandert. Wir hatten die Route von Cornelia über das wunderhübsche Vernazza bis nach Monterosso erklommen.

Nun hatte ich aber vor, gleich alle fünf Dörfer zu bewanderten, angefangen in Riomaggiore bis nach Monterosso. Das die Via dell’Amore gesperrt war, wusste ich ja schon vom letzten Mal, das sollte länger dauern, sagte man mir. Aber man konnte ja wunderbar in die anderen Richtung ausweichen. Dachte ich. Leider hatte ich nicht mit dem Wetter gerechnet, dass kurz vor unserer Ankunft gewütet hatte. Aber dazu gleich mehr.

Zunächst hatten wir entschieden mit dem Boot nach Riomaggiore zu fahren, was natürlich etwas teurer war, aber  eben auch eine durchaus attraktive Vorstellung bot, bei Sonnenschein schöne 2-3h auf dem Meer zu verbringen. Die Rückfahrt sollte dann mit dem Zug erfolgen. Das lustige ist, dass man den Bootstrip nicht planen kann. Man muss einfach um 8.30 Uhr am Anleger sein. Entweder das Schiff kommt dann, oder nicht. Liegt immer am Wellengang. Wir hatten Glück. Es kam. Als ich es im Sommer versucht hatte, kam es nicht. Plant also bitte ein, dass ihr gegebenenfalls mit dem Zug fahren müsst, was deutlich schneller und günstiger ist. Die Alternative ist also nicht ganz so mies.

 

Nun, wir hatten ja schon den 20sten September und ich wusste ja auch, dass es auf hoher See etwas frisch sein könnte. Aber in der Sonne, ach, da wird es schon gehen, an Deck. Natürlich ging es nicht. Trotz Top und Pulli, 7/8 Hose, festen Schuhen und Sonnenschein, war es einfach nur saukalt an Deck. Klar, es war noch recht früh am Morgen, aber dass der Wind so heftig blasen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Wer also nicht im Hochsommer anreist, sollte dies im Hinterkopf behalten. Unter Deck gibt es zwar Kaffe aus Plastikbechern ohne Milch, aber es ist nicht viel wärmer und schön, ist es leider auch nicht. Wir konnten zunächst an keinem der geplanten Halte anlegen,  die See war einfach zu unruhig. Darum drehten wir mit dem Schiff eine Extra Runde bis nach Spezia und wurden nach fast 4!h Fahrt endlich in Monterosso abgesetzt. Der halbe Tag war also schon gelaufen und meine Laune war leicht betreten. Dennoch hielten wir an unseren Plänen fest und beschlossen, den Weg einfach andersherum, quasi von Monterosso nach Riomaggiore zu bewandern. Hier komme ich wieder auf den Begriff ‚Planung‘ zurück.  Also zunächst mal, ist es im September etwa 3 mal so voll in den Dörfern wie im Hochsommer. Die Touristen drängeln sich regelrecht durch die Ortschaften, was teilweise wirklich grenzwertig ist.  Da ich noch vom letzten Besuch wusste, wo der Wanderweg beginnt, marschierten wir, entschlossenen Schrittes bergauf, um die Massen hinter uns zu lassen. Nun, ich wusste ja, dass die Via Dell’amore gerade nicht passierbar ist, aber über diesen Pfad hier, bin ich doch vor wenigen Wochen noch gewandert. Nun, leider hatte es vor unserer Ankunft ein paar ordentliche Gewitter gegeben, so dass der Wanderweg nach Vernazza ebenfalls gesperrt war. Alternativroute? Leider nein. Also liefen wir zum Bahnhof, fuhren nach Vernazza, mit der naiven Hoffnung, man könne von dort aus weiter wandern und standen vor der nächsten Sackgasse. Langsam nagte die Situation doch etwas an der allgemeinen Stimmung, doch einen Versuch, wollten wir noch wagen. Wir fuhren weiter nach Manarola um zunächst ins Nessun Dorma einzukehren um von dort aus, gestärkt nach Corniglia zu wandern. Wie es im Nessun Dorma war, habe ich Euch ja oben schon geschildert. Auch jegliche Versuche von hier aus einen Wanderweg zu finden, scheiterten. Alle Wege waren gesperrt. Leicht gefrustet ließen wir uns auf dem Weg zum Bahnhof in einer kleinen Weinbar nieder und stärkten uns erstmal mit ein paar Schnittchen und einem kleinen Winetasting. Erstmal wieder die Sonne rein lassen 😉 Wie der Zufall es so wollte, begegneten wir einem Paar, dass mutmaßte, dass es doch noch einen offenen Wanderweg geben sollte, hoch über den Dörfern, durch die Weinbaugebiete. Unser Kellner, der außer der Bestellungsaufnahme, nur übersichtlich gut Englisch verstand, bestätigte wild nickend diese These. Nun denn. Die Hoffnung keimte in uns auf. Abenteuerlustig, in der schönsten Mittagssonne, schnallten wir den Rucksack auf uns machten uns auf den Weg aus dem Dorf in Richtung Berg. Wir wurden nicht enttäuscht. Tatsächlich gibt es einen Weg von Manarola nach Corniglia, der etwa 2,2h Stunden dauert. Für mich war auch die sportliche Komponente wichtig, schließlich waren die Frühstückskalorien dem genau angepasst 😉 Ich hatte doch meinem Körper versprochen, dass ich 5h wandern würde. Mein inneres Hoffen wurde erhört. Der Wanderweg beginnt nämlich mit einem herrlichen 45!!!! minütigen Treppenaufstieg. Halleluja.  So viel hatte ich nun auch nicht gegessen 😉 Teilweise haben die Menschen auf der Mitte aufgegeben. Das konnte ich verstehen. Mein lieber Mann. Definitiv nur etwas für sehr willensstarke, recht trainierte Typen, die genug Wasser im Rucksack haben. Hier findet ihr übrigens die Route, die wir gegangen sind, es ist die zweite von oben 🙂 Es lohnt sich!!!

Man kommt auf dem Weg an dem wunderhübschen Bergdorf Volastra vorbei, in dem man sich einen frischen Getränke Vorrat zulegen kann. Die Aussichten sind wirklich atemberaubend schön. Es sind wenige Leute dort unterwegs gewesen, das war sehr angenehm. Der Blick aufs Meer und die Dörfer war einfach wundervoll. Wichtig zu wissen ist es, dass man hier in jedem Fall gute Schuhe und einen festsitzenden Rucksack dabei haben sollte. Die Wege sind stellenweise sehr schmal und nicht unbedingt für Anfänger gedacht, teilweise recht abenteuerlich. Wer sich also seinen Wanderkünsten nicht ganz sicher ist, oder schwindelfrei, sollte sich das ganze Unterfangen gut überlegen. Es ist aber für jedermann zu schaffen, der eine normale sportliche Kompetenz aufweist. In Corniglia angekommen machten wir Rast in der Bar Terza und begaben uns dann gemütlich in Richtung Bahnhof um die Rückreise anzutreten. Gerade als ich die Tickets aus dem Automaten zog fuhr der Zug ein und ich zerrte meinen armen  Schatz ruckartig in den Zug. Ich gebe zu, das war etwas unüberlegt. Man kann sich nämlich recht schnell vertun. Es gibt Züge in Richtung Levante und in Richtung Levanto. Zielsicher bugsierte ich uns in den Zug mit der falschen Richtung. An der zweiten Station, in Riomaggiore merkte ich es dann und bedeutete meinem seelenruhigen Herzensmenschen aufgebracht, dass wir sofort aussteigen müssten. In diesen Situationen ärgere ich mich so maßlos über mich selber, dass ich kurz davor bin, hektische Flecken im Gesicht zu bekommen 😉 Die erfahrene Reiseplanerin steigt einfach in den falschen Zug… zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich kurz vorher einen Anruf bekommen hatte, über den ich mich fürchterlich aufgeregt hatte. Lach, heute habe ich keine Ahnung mehr, wer angerufen hatte, und worum es ging. Manchmal macht man  sich einen riiiiiesen Kopf und verschwendet wahnsinnige Energie an etwas, dass man nach kurzer Zeit vergessen hat. Kleine Notiz an mich selbst: Bitte erst abwägen ob die Energie es wert ist, sie sinnlos zu verpulvern 🙂

Das Schicksal hat es jedoch gut gemeint. Nach ein paar lieben Worten meiner besseren Hälfte und einer Info, wann der nächste Zug in Richtung Santa fährt, entdeckte ich vollkommen glückserfüllt, einen weiteren Punkt auf meiner Foodempfehlungs Liste, nämlich die ‚A Pie de Ma‘ Bar, die genau über dem Bahnhof liegt. Das war kein Zufall. Das war einfach die Entschädigung, für all die Dinge, die an diesem Tag nicht geklappt hatten. Und soll ich Euch etwas sagen? Es war einer der schönsten Ausflüge in meinem Leben. Gespickt mit Lachanfällen, langen Gesprächen, wunderschönen Aussichten, kleineren Flüchen und Wutausbrüchen meinerseits, einem wahnsinnig geduldigen und aufmerksamen Weggefährten an meiner Seite und der Gewissheit, dass es vollkommen egal ist, wo lang der Weg einen führt, denn am Ende, kommt man genau dort hin, wo man schon die ganze Zeit war. An die Seite eines geliebten Menschen. Wenn man natürlich richtig Glück hat, lach, dann sogar auch noch in diese saucoole Sunset Bar in Riomaggiore. Das klingt schon ein bisschen nach einer Liebeserklärung, oder? Das ist auch eine 🙂

 

 

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