Wasser aus dem Hahn trinken?

Wasser ausführlich testen

Wasser aus dem Hahn trinken?

Als Liebhaberin von stillem Wasser müsste mir die Idee eigentlich schon viel früher gekommen sein. Ist sie aber nicht. Warum nicht? Weil ich irgendwie immer Berührungsängste mit Kranwasser hatte. Natürlich habe ich etliche Tee’s damit zubereitet und damit gekocht, aber die Vorstellung direkt Wasser aus dem Hahn zu trinken fand ich komisch. Ich hatte den Eindruck es schmeckt anders, oder weniger gut. Was hab ich nicht alles gehört: Hormonrückstände, Kalk, Keime, Blei- das ganze große Potpourri an Gründen, die es mir versagt haben.

Warum ich mich dann doch mit Wasser aus dem Hahn beschäftigt habe

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mehr und mehr mit der Umwelt und somit auch mit Nachhaltigkeit. Ich versuche Plastikmüll einzusparen, nutze Öko Strom, gehe auf Kleidertauschparty’s und veranstalte selber welche (siehe meinen Post hier) , ich setze auf Naturkosmetik und versuche so viel wie möglich selber zu machen oder zu reparieren, wenn es nötig ist. Der ein oder andere denkt vielleicht jetzt – voll öko- vermutlich nur, weil’s gerade im Trend ist- aber nein, es ist viel mehr etwas, das mich bewegt und darum befasse ich mich damit. Inspirationen habe ich auf diversen Blogs gefunden, zum Beispiel hier oder hier.  Schaut gerne mal bei den Mädels vorbei 🙂

 

Das Projekt Kranwasser startet 

Zunächst wollte ich mich absichern, was die Wasserqualität in meinem Haus angeht. Die Wasserwerke in Essen pumpen nämlich hervorragendes Wasser bis zu meinem Anschluss, und dann- beeinflusst das vorhandene Rohr und die Armatur,  was bei uns aus dem Hahn fließt. Damit ich auch hier ausschließen kann, das Blei und Keime in meinem Glas landen, gibt es einen ganz simplen Wassertest. Nach etwas längerer Recherche habe ich mich für das Labor von Ivario entschieden. Hier standen Preis und Leistung in einem guten Verhältnis und die Bewertungen bestätigten mein gute Gefühl. Man kann aus verschiedensten Wasseranalysen wählen, von ganz einfach, bis hin zu sehr gründlich. Ich habe mich für die Plus Analyse entschieden um möglichst alles auszuschließen, was bedeutend sein könnte. Mit derzeit 79,00€ ist so eine Plus Analyse sicherlich eine Investition, aber wenn man sich überlegt, das man ab dem positiven Ergebnis, nie wieder Wasser kaufen muss, ist es eine großartige, sinnvolle und umweltfreundliche Aktion. Übrigens ist Euer Hauseigentümer dafür verantwortlich, in Eurem Haus bleifreie Rohre zu verbauen, damit ihr richtig versorgt werden könnt!

 

Wie funktioniert ein Trinkwassertest?

Ach, das ist so herrlich simpel, das kann wirklich jeder 🙂 Wie ihr auf dem Bild seht, werden Euch, falls Ihr ebenfalls die PLUS Analyse wählt, 6 leere Röhrchen geschickt, samt Rückumschlag. Am besten testet man das Wasser morgens, bevor jemand das Bad benutzt hat, da das Wasser mindestens 4h nicht fließen sollte bevor man es zapft. Dann geht es sehr einfach und schnell. Deckel auf, Wasser rein, Deckel zu, das ganze 6 mal und dann ab in den Umschlag und rein in den Briefkasten. Nach ca. 7 Tagen kann man dann anhand seiner persönlichen Testnummer, das Ergebnis umweltfreundlich und papierlos, online einsehen 🙂 Getestet werden beim Plus Test Schwermetalle, Mineralstoffe und Härtebildner sowie stickstoffhaltige Verbindungen. Eine genaue Auflistung zum Plus Test findet ihr hier.

 

Nach dem Wassertest – welche Flasche eignet sich für das Wasser to – go?

Ich habe auch hier einige Zeit recherchiert, wo man stabile und langlebige, plastikfreie Flaschen findet. Am besten welche mit verschiedenen Verschlüssen, einen zum Sport zum ’nuckeln‘ und einen zum festen verschließen für die Tasche. Außerdem habe ich, detailverliebt wie ich bin, natürlich auch etwas auf die Größe, das Material und die Optik geachtet. Auf dem Startbild seht ihr schon, welches Modell ich mir ausgesucht habe, nämlich dieses hier, von Klean Kanteen. Das Unternehmen stellt nicht nur langlebige, großartige Trinkflaschen für jeglichen Zweck her, sie spenden sogar 1% ihres jährlichen Gesamtumsatzes für Non Profit Organisationen, die sich um die Gesundheit der Erde kümmern. Das finde ich stark, für ein Familienunternehmen.

 

Die Sache mit dem Geschmack des Wassers- welche Filter gibt’s?

Ich habe natürlich auch von Freunden gehört, die in anderen Regionen wohnen und einen speziellen Geschmack in Ihrem Wasser vernommen haben wollen. Ich bin auch sicher, dass es so etwas gibt. Generell kann man sich natürlich eine Filterkanne zulegen, in die man einfach sein Wasser gießt, oder Heilsteine in eine Karaffe legen, oder auch eine Armatur für’s Waschbecken kaufen, in der ein Filter eingebaut ist. Brita hat derzeit eine total coole Wasserbar, aus der man zimmertemperiertes und auch kaltes Wasser in still oder sprudelig zapfen kann. Leider konnte ich dieses Produkt nicht für Euch testen, da niemand erreichbar war. Hier gibt es auch wieder Pro’s und Contra’s. Das Pro ist sicherlich, dass man sein Wasser als noch trinkbarer empfindet als es ohnehin schon ist und das Contra ist, dass man den Filter regelmäßig für relativ teures Geld wechseln muss, obwohl er eigentlich nichts tut, was das Wasserwerk nicht schon getan hat. Vielleicht abgesehen vom Geschmack. Dazu hatte ich mir diesen Bericht durchgelesen und danach von einem Filter abgesehen.

 

Und wenn man Sprudelwasser bevorzugt ?

Der muss das Rad auch nicht neu erfinden, da es ja, wie den meisten von Euch, sicherlich bekannt ist, diverse Sprudelgeräte mit Kartusche gibt, die dem heimischen Sprudler alle Möglichkeiten bietet, die er braucht. Marktführer ist nach wie vor sicherlich Soda Stream, den es mittlerweile auch in dieser coolen Variante gibt. Empfohlen werden hier allerdings Glasflaschen zum sprudeln, um das Keimaufkommen, so gering wie möglich zu halten, dabei würde der Kitchen Aid Sprudler demnach leider wieder wegfallen, da dieser nur mit den üblichen BPA freien Plastikflaschen kompatibel ist. Einen tiefergehenden Bericht dazu, findet ihr hier.

 

Mein persönliches Wasserfazit

Ich bin total zufrieden mit meinem Kraneberger. Hin und wieder peppe ich es mir mit einem Spritzer frische Zitrone auf, oder lege ein paar Gurkenscheiben rein. Je nachdem, worauf ich Lust habe. Meine Klean Kanteen Flasche ist unverwüstlich und mein treuer Begleiter geworden. Ich bin so froh, dass ich mich damit beschäftigt habe. Kein schleppen mehr, kein Geld mehr ausgeben für Wasser, kein lästiges umtauschen der Flaschen und vor allem ein weiterer Schritt in meiner persönlichen Plastikbilanz für weniger Plastik auf diesem Planeten 🙂

 

Und jetzt Du ! 🙂

Falls Du noch Fragen hast oder unsicher bist, kannst Du mir gerne schreiben, oder einen Kommentar hinterlassen. Ich habe mich sehr lange mit dem Thema auseinander gesetzt und kann sicherlich auch etwas ausführlicher auf alles eingehen. Ich freue mich über jeden, der sich damit beschäftigt und es weitersagt. Das ist der erste Schritt in eine besser Zukunft für uns alle 🙂

 

Dieser Beitrag enthält KEINE bezahlte Werbung! Der Wassertest wurde mir freundlicherweise von Ivario gesponsert, genauso wie die Flasche von Klean Kanteen. Beides beeinflusst meine persönliche Meinung NICHT!

 

 

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