Styl‘ Dich neu und tausch Dich glücklich :) #nobudget – viel Fashion

In diesem Posting geht es um zwei großartige Möglichkeiten, Euch mit wenig Aufwand und Kosten modisch neu zu erfinden, was Euren Style angeht.

Einleitung 🙂

Die ein oder andere kennt es sicherlich. Der Schrank platzt aus allen Nähten und dennoch hat man einfach nichts zum anziehen. Dieses Gefühl, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen und völlig blind für neue Kombinationsmöglichkeiten zu sein. Ich habe wirklich viel Auswahl und fische mir dennoch meist einfach das Sweatshirt mit einer Jeans heraus. Basic. So wie immer. Passt gut, ist bequem und reicht -eigentlich. Zum Auftritt mal ein Kleid und dazu hohe Schuhe- niemand hat sich bislang beklagt. Wie sehr bewunderte ich immer die ein oder andere Kollegin, die immer ganz tolle Looks trug und sogar den Nagellack passend präsentierte. Herrlich. Aber wie machen die das? Manchmal habe ich mir Looks die mir gefielen einfach von oben bis unten von der Schaufenster Puppe geshoppt. Da hatte sich dann schon jemand anderes Gedanken für mich gemacht. Öfter als ein bis zweimal habe ich es dann aber doch nicht getragen, weil ich es direkt wieder vergessen hatte. Natürlich habe ich mich oft getrennt von Teilen. Meistens über Ebay oder den Flohmarkt, oder ich vermachte es einer guten Freundin. Viele Teile blieben aber auch hängen. Vorhin probierte ich die Blazer auf dem Beitragsbild mal wieder über. Ich hatte sie ewig nicht an, dabei sind sie nagelneu und total cool, gerade jetzt in dieser Jahreszeit. Traurig war dann zu erkennen, dass sie mir nicht mehr passen. Ich habe durch meinen Pole Sport so an Schulter Muskulatur zugelegt, dass sie mir tatsächlich zu eng geworden sind. Welch Schande 🙁 AHHHH! Jetzt, wo ich doch gerade dabei bin, meine viel zu lang vernachlässigten Schätze wieder auszugraben… Nun denn, ich werde es überleben und sie für die nächste Tauschparty verwahren. Also meine Lieben, es geht auf zum Kleiderschrank Projekt 🙂

 

Das Kleiderschrank Projekt – finde Dich und Deinen ganz eigenen Stil 

Ich habe zufällig von meinem Buchverlag des Vertrauens eine Mail zu einer Neuerscheinung bekommen. Anuschka Rees, eine bekannte Fashionbloggerin hat ein Buch veröffentlicht. Das Kleiderschrankprojekt. Irgendwie weckte dieser Titel meine Neugier, so dass ich es mir direkt als PR Sample geordert habe. Das Hauptbuch und das Praxisbuch.

Das lustige ist, dass ich Euch an dieser Stelle noch gar nicht viel sagen kann, da ich erst die Einführung gelesen habe und nun mitten im ersten Selbsttest stecke, nämlich 14 Tage lang, jeden Tag mein Outfit zu fotografieren und zu speichern. Im Anschluss beginnt die erste Analyse. Man muss dann einen Fragebogen ausfüllen und sagen, was einem gut gefallen hat und was nicht. Erst danach kann ich weiterlesen und aktiv werden. Auf diese Reise möchte ich Euch gerne mitnehmen. Wenn ihr möchtet 🙂 Ich kann heute schon sagen, dass ich allein aufgrund der Tatsache, dass ich jeden Tag mein Outfit fotografieren musste, schon 50% kreativer war als in den letzten 10 Jahren. Ich bin mal wieder an meinen Jacken Schrank gegangen, an mein Schuhregal und auch an meine Schalbox. Plötzlich habe ich die Stücke viel bewusster wahr genommen und geschätzt und sogleich fielen mir so viele schöne Kombinationen ein, völlig neue übrigens, dass ich gewisse Dinge, die ich gedanklich bereits aussortiert hatte, wieder zurück in den Schrank gelegt habe. Siehe dieses Bild 🙂

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Ziel des Projektes ist es, am Ende modisch frei zu sein. Frei sein finde ich generell toll. Frei von jeglichem Mode Diktat, von Trends und Must Haves. Ich persönlich finde Frauen viel spannender, wenn sie toll aussehen, ohne dass sie unbedingt die selben Schuhe tragen, die gerade alle tragen. Frauen, die einfach Ihren ganz eigenen Stil haben. Unabhängig von Trends. Natürlich finde ich es auch mal schön, aktuelle Accessoires zu tragen- es soll ja auch kein genereller Abschied vom Shoppen sein. Aber es soll mich schulen, weniger und dafür nachhaltiger, im Sinne von – Qualität statt Quantität- einzukaufen und nur noch Dinge zu erstehen, die mir wirklich gut passen und die gut sitzen. Außerdem tut Ihr nicht nur Euch und Eurem Geldbeutel etwas gutes, sondern schont langfristig auch noch die Umwelt, da man ja viel weniger einkaufen muss als vorher. Wer von Euch also Lust hat, diese Reise mit mir mitzumachen, kann sich entweder aufgrund meiner Blogposts anschließen, oder sich einfach ebenfalls das Buch zulegen. Gibt es bestimmt auch schon 2nd Hand 🙂 Wenn ich mit dem Buch fertig bin, werde ich es gerne an eine von Euch verlosen 🙂

Ich werde alle 2 Wochen meinen Fortschritt mit Euch teilen. Natürlich werde ich Euch auch verraten, wie die nächsten Aufgaben aussehen, so dass ihr einfach mitmachen könnt. Gerne könnt ihr mir in den Kommentaren auch verraten, was es mit Euch macht und was Ihr für Erfahrungen teilen könnt. Ich freue mich sehr darüber.

 

Als kleines Update für Euch: Bei den lieben Kollegen von subvoyage, habe ich noch einen weiteren Artikel zum Thema Kleiderschrank optimieren gefunden, ganz kostenlos und ganz toll. Hier kommt ihr zum Beitrag 🙂

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Die  ‚private‘ Tauschparty 

 

Damit Ihr auch die Möglichkeit habt, Euch neu zu erfinden, bedarf es auch das ein oder andere ’neue‘ Teil zu gewinnen, darum komme ich jetzt auf das zweite Thema dieses Post’s, die Tauschparty 🙂

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als mich meine liebe Freundin Dominique van de Pol, Mode Expertin für Nachhaltigkeit und ehemalige Mitbewohner meines Bandpartners zu einer Tauschparty einlud. Uhhh, hab ich gedacht. Ob das was für mich ist? Ich stellte mir vor, wie sehr alternative Mädchen Ihre alten Öko Sachen auf einen Haufen schichten und man im schlimmsten Fall muffige, ungeliebte Dinge anprobieren muss. Und das auch noch einzutauschen gegen meine Fehlkäufe, die bestimmt viel toller sind, als deren Sachen– nein, das klang nicht nach einem guten Deal.

Trotzdem habe ich mich aufgemacht, mit einem ganzen Beutel meiner Fehlkäufe, um zu erleben, was es eigentlich bedeutet, Teil einer Tauschparty zu sein. Ich war sicher, dass ich in keinem Fall etwas finden werde, und habe großzügig zu kleine Jeans, zu enge Shirts, zu kurze Kleider und Oberteile in Farben, die mir leider nicht stehen, zusammengerafft. Schließlich ist Domi mir eine ganz liebe Freundin und ich wollte zumindest von meiner Seite etwas gutes beitragen.

Ich muss sagen, ich habe mich vollkommen geirrt. Wir waren etwa 10 Mädchen, alle  etwa in der selben Konfektionsgröße, mit reichlich Fehlkäufen. Nach kurzem verharren in einer Ecke um zunächst abzuwarten was passiert, erkannte ich, dass es eine der besten Ideen ever war, dabei zu sein. Jede legte Ihre Sachen aus, keine hatte Schund dabei, damit meine ich, kaputte, ausgeleierte oder dreckige Sachen, nichts abgetragenes oder useliges. Natürlich nicht. Weil man doch einer anderen Teilnehmerin ein gutes Gefühl geben möchte. Und dann ging es los. Alle machten sich über die verschiedenen Stapel her und bald sah es aus wie auf einem großen Wühltisch. Eine fing an zu probieren und die anderen folgten. Plötzlich hatte ein Mädel eines meiner Kleider an. An mir sah es leider furchtbar aus. Es saß einfach nicht. An der Taille war es mir zu weit, am Rücken zu eng und irgendwie stand es mir einfach nicht, ich hatte es immer wieder mal probiert. An Ihr sah es hingegen wundervoll aus. Sie sah sich im Spiegel an und war so glücklich über diesen Fund, dass sie übers ganze Gesicht strahlte. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Dieses ungeliebte Stück an diese liebe Freundin von Domi abzugeben, die so toll darin aussah und sich richtig wohl fühlte. Das hat sich toll angefühlt. Natürlich gab es einige Situationen wie diese. Ganz egal, ob ich nun etwas finden würde oder nicht, für mich hatte sich der Nachmittag schon gelohnt. Weil ich Menschen gerne eine Freude mache. Nun heißt es aber nicht Tauschparty, weil man sich so gerne hat, sondern, weil man auch selber etwas erjagen möchte. So i did. Ich habe noch heute dieses großartige blaue Oberteil von dieser Tauschparty. Ich liebe es so sehr, ich würde es nicht mehr hergeben wollen. Am Ende hatte ich einen Haufen ungeliebtes Zeug abgegeben und einen kleinen Stapel an ganz tollen, passenden Stücken ergattert. Man fühlt sich, wie neu eingekleidet. Aber das allertollste ist es, zu realisieren, dass man nicht nur jemand anderem eine Freude gemacht hat, sondern dass man für NULL Euro ein paar richtig coole neue Teile im Schrank hat. Wie großartig! Von nun an, wollte ich unbedingt wieder eine Tauschparty besuchen, oder selber eine veranstalten!!

Ich ahnte ja schon, dass es auch in meinem Umfeld Mädchen geben wird, die eventuell skeptisch sein werden. Die eventuell eine ähnliche Vorstellung haben, wie ich vor dem ersten Mal. Dann weiß man natürlich auch nicht, ob man tolle Sachen dabei hat, oder ob eine andere die Nase rümpfen könnte und sagen könnte, was hat die denn dabei?

Aber Mädels, ich kann euch sagen, nichts, von alledem ist jemals aufgetreten. Wir haben uns mit 14 Mädchen in meinem Wohnzimmer getroffen und getauscht was das Zeug hält. Es war wieder großartig und ich hatte eine tolle Mischung an Mädchen dabei, die ganz unterschiedliche Styles mitgebracht haben. Leider war die letzte Tauschparty viel zu lange her und als ich letztens noch mal darüber nachgedacht habe, natürlich angestoßen von dem Kleiderschrank Projekt, trommelte ich nochmal ein paar Freundinnen zusammen. Dieses Mal waren wir leider nur zu sechst, dennoch war es ein toller Abend und ich habe immerhin 6 Teile für mich finden können. Damit Ihr auch mal in den Genuss einer Tauschparty kommen könnt, hat meine liebe Dominique auf Ihrem Blog, eine Regel Liste erstellt, die Ihr Euch kostenlos runterladen könnt. Diese findet ihr hier.

Bitte macht es unbedingt mal mit und erlebt, wie viel Freude das ganze machen kann. Anbei findet Ihr ein paar Bilder, von meiner letzten Party, damit Ihr Euch eine Vorstellung machen könnt. Voraussetzung ist immer, dass einer die Location zur Verfügung stellt, und jede Teilnehmerin einen Snack oder etwas zu trinken mitbringt, damit der Aufwand für jeden gering bleibt 🙂 Aber lest und seht selbst 🙂

 

Ein netter Nebeneffekt ist es im Übrigen, sich mal wieder mit den Mädels auszutauschen, zu lachen, einen Nachtisch zu essen und ein Glas Sekt zu trinken. Wir hatten alle einen schönen Abend und waren ganz beseelt am Ende.

 

Die öffentliche Tauschparty

Da ich mir auch mal eine öffentliche Tauschparty ansehen wollte, um Euch auch davon einen Eindruck geben zu können, war ich vergangenen Sonntag in Köln bei ‚Kleiderei – Swap it‘. Beeindruckt von den Zahlen die teilnehmen wollten oder interessiert waren, über 1000! erwartete ich einen Riesen Saal mit meterhohen Bergen von Kleidern. Weit gefehlt. Zunächst mal bot sich ein ganz anderes Bild, erstmal galt es 3Euro Eintritt zu bezahlen. Das fand ich vollkommen ok. Allerdings war ich im Anschluss erstmal irritiert, ich fand mich nämlich mit meiner Kleidertasche mitten auf einem grünen Markt wieder. Hier konnte man allerhand kaufen und essen, aber nach tauschen sah es nicht aus. Meine Freundin und ich durchquerten die Halle und fanden am Rand einen kleinen abgezweigten Bereich, der nach Tauschen aussah. Dort gab es einen Check in, bei dem man seine Tasche abgeben konnte und sich in eine Liste eintragen sollte. Als das erledigt war, standen Daniela und ich in diesem wirklich übersichtlichen Raum und überblickten die Auswahl. MMH. Hatte ich mir ehrlich gesagt etwas üppiger vorgestellt. Wir waren etwa um 12.30 Uhr da und es sollte von 11 bis 18 Uhr laufen. Ich hatte den Eindruck mit maximal 10 weiteren Damen in einem Haufen zu wühlen und diverse Kleiderstangen zu durchforsten. Klar, wenn noch nicht so viele Mädels da sind, gibt es natürlich auch weniger Auswahl. Wie lange sollte man nun hier bleiben um eventuell irgendwann mal etwas zu finden, dass einem gefällt? Sollte man einmal die Stunde eine Runde drehen? Oder direkt mehr Zeit einplanen? Das war der erste Punkt, der mir an der öffentlichen Tauschparty nicht gefallen hat. Vermutlich kann man das gar nicht anders machen, da sonst zu viele auf einmal da gewesen wären und der Raum war ja nun wirklich nicht so riesig, aber die Auswahl wäre eine andere gewesen.

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Nach dem erste kurzen Wühlen, habe ich doch ein paar schöne Teile finden können. Die Umkleide war groß genug und ich probierte mich durch die verschiedenen Styles. Außerdem lugte ich immer wieder auf die Stange am Eingang, an der ankommende Teile zunächst aufgebügelt wurden. Dort fischte ich mir direkt das ein oder andere weg, was sich auch wirklich gelohnt hat. Wenn ich die öffentliche Tauschparty nun mit meinen privaten vergleiche, muss ich sagen, dass ich die private bevorzugen würde. Warum?

  1. Ich finde es schön, zu wissen, wessen Kleider ich trage. Ich kenne meine Tauschmädchen und weiß, dass nichts komisches an deren Kleidung ist, oder dass sie ewig im feuchten Keller lag. Ich kann nicht sagen, dass ich auf der öffentlichen Party komische Mädchen gesehen habe, aber ich habe ein Teil probiert, das echt muffig, ekelig gerochen hat, und das fand ich ziemlich mies.
  2. Bei einer privaten Tauschparty, ist die Qualität der Klamotten deutlich besser. Keine  von meinen Tauschgirls hat verwaschenen Billigkram ala Primark mitgebracht.
  3.  Der Mädelsabend Aspekt fehlte vollkommen bei der öffentlichen Tauschparty. Klar, dass muss nicht sein, ist aber eine schöne Kombi.

 

Ihr seht also, ich bin ein Fan von der privaten Tauschparty. Optimal finde ich es übrigens, wenn sich zwischen 10 und 15 Mädchen treffen. Wenn jede zwischen 5 und 10 oder mehr Teile mitbringt (je mehr, desto besser) hat man eine tolle Auswahl und kann sich super austauschen. Ich habe eine Whats App Gruppe gegründet, in die ich immer mal wieder neue Mädchen einlade, die Teil meiner Tausch Community werden möchten. Sobald ein neuer Termin ansteht, werden wieder alle zusammen getrommelt, neue Freundinnen dazu genommen und auf gehts. Für mich, eine unglaublich schöne Art und Weise, mal wieder etwas neues zu finden.

 

Auf dem Bild hier, seht ihr im übrigen einen Pulli den ich auf der öffentlichen Tauschparty gefunden habe. Ich mag ihn sehr und trage ihn sehr gerne. Wer immer ihn zur Verfügung gestellt hat, ich freue mich 🙂

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So viel von mir für heute, Ihr Lieben 🙂 In zwei Wochen geht es hier mit einem kleinen Update weiter, versäumt also nicht, vorbei zu schauen :))

Bis ganz bald,

Eure Melli 🙂

 

 

 

 

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